Rohrgebundene Axialventilatoren spielen bei der Belüftung von Gebäudesystemen und Tunnelanlagen eine tragende Rolle. Anders als bei frei ausblasenden Axialventilatoren bildet sich in Rohrleitungen ein komplexes Schallfeld bestehend aus einer Überlagerung von mehreren akustischen Moden aus. Diese Moden höherer Ordnung spielen bei der akustischen Charakterisierung von Elementen innerhalb der Rohrleitung eine besondere Rolle, vor allem, wenn sich die Untersuchungen auf einen Frequenzbereich jenseits der 1. Cut-On-Frequenz erstrecken. In der DIN EN ISO 5136 werden mehrere Vorschläge für Akustikmessungen unter den genannten Voraussetzungen gemacht. Im vorliegenden Beitrag werden die Schwachstellen des in der DIN EN ISO 5136 favorisierten Messverfahrens mit der Schlitzrohrsonde herausgearbeitet. Darauf aufbauend wird diskutiert, inwieweit sich das Multi-Port-Verfahren, eine Messmethodik, die mehrere wandgebundene Mikrofone für die Charakterisierung verwendet, besser eignet um rohrgebundene Axialventilatoren zu charakterisieren. Ziel der Untersuchungen ist es, für unterschiedliche Anwendungen in Rohrleitungen das passende Messverfahren anzuwenden, welches das zu vermessende Element, wie z.B. den Axialventilator, unabhängig vom einhausenden System charakterisiert.