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Die Realität der Schallimmissionen von Windenergieanlagen (de)

* Presenting author
Day / Time: 20.03.2024, 14:40-15:00
Room: FMS A
Typ: Regulärer Vortrag
Abstract: Langzeitimmissionsmessungen gehören im Bereich von Kleingewerbe bis Großindustrie zum Standartprozedere zur Beurteilung von Schallimmissionen, gerade wenn geringe Messunsicherheiten gefordert sind. Im Bereich der Windenergie war deren Einsatz jedoch bis vor einigen Jahren mit großen messtechnischen Schwierigkeiten verbunden, da hohe bodennahe Windgeschwindigkeiten zu Problemen bei der Messung führten, wenn der maximale Betriebszustand der noch relativ kleinen Anlagen erfasst werden sollte. Die großen Nabenhöhen moderner Windenergieanlagen ermöglichen jedoch bei geringen bodennahen Windgeschwindigkeiten auch in größeren Entfernungen die Immissionen von Windenergieanlagen zu erfassen, wie es u.a. im UBA Forschungsprojekt „Geräuschwirkungen bei der Nutzung von Windenergie an Land“ unter Leitung der deBAKOM gezeigt wurde. Insgesamt führte die deBAKOM seit dem UBA Forschungsprojekt mehr als 30 Langzeitimmissionsmessungen im Umfeld von Windenergieanlagen durch. Die reine Messzeit der Projekte im gesamten Bundesgebiet bei unterschiedlichen Topografien und Parkkonstellationen betrug insgesamt mehr als vier Jahre. Ein Vergleich der Messungen mit den prognostizierten Beurteilungspegeln nach Interimsverfahren zeigt, dass in der Realität die Werte der Prognose zur Nachtzeit bei jeder bis dato durchgeführten Messung unterschritten wurden. Welche Rolle spielt hierbei die bekannte Richtcharakteristik von Windenergieanlagen und sollte diese zukünftig in Schallprognosen berücksichtigt werden?