Von Ereignissen und ihren Pegeln - nicht nur bei Schießlärm (de)
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Abstract:
Viele Geräusche sind auf Ereignisse zurückzuführen, die über ihren Ereignispegel und ihre Häufigkeit in der Lärmakustik beurteilt werden. Beim Schießlärm ist das direkt offensichtlich. Schüsse lassen sich einfach zählen und sind scheinbar das grundlegende Ereignis des Schießlärms. Aber auch im Verkehrslärm werden Ereignisse gezählt: Vorbeifahrten, Überflüge usw. Auch im Gewerbelärm gibt es Vorgänge, bei denen mehrere Geräusche im Verbund beitragen, aber gemeinsam als Ereignis betrachtet werden. Grundlage der Beurteilung sind also häufig Ereignispegel. Zu den Ereignispegeln gehört der Schallenergiepegel, der Expositionspegel, der Maximalpegel, die Dauer. Schallleistung und Dauerschallpegel gehören ausdrücklich nicht dazu. Der Begriff ‚Ereignis‘ wird in der Lärmakustik nur selten thematisiert. Er gehört zum Vokabular, das man in der Lärmakustik schlicht benutzt, und davon ausgehen kann (aber nicht sollte), dass man ihn schon richtig versteht. Im Beitrag werden quellbezogene und empfängerbezogene Ereignisse eingeführt und ihre Kenngrößen diskutiert. Bei Schießlärm führt das zu einer anderen Sicht auf das Beurteilungsverfahren nach TA Lärm/VDI 3745 Blatt 1. Dort wird bei gesteuertem Messen auf quellbezogene Ereignisse reflektiert. Bei ungesteuertem Messen handelt es sich aber stets um empfängerbe-zogene Ereignisse. Die unterschiedliche Betrachtungsweise führt auch zu anderen Ergebnissen, beispielsweise bei Tontaubenschießen im jagdlich-sportlichen Bereich oder bei Feuerstößen im militärischen Bereich.